Fichtensirup

Fichtensirup

Fichtensirup

Schwierigkeitsgrad: Simpel

Zutaten:

– 1 größerer, frischer Fichtenzweig
– 350 g Rohrzucker
– 3 Biozitronen
– 1 Messerspitze gemahlener Kardamom
– 1 l Wasser

Fichte schmeckt unglaublich köstlich, besser als Tanne und Kiefer, wie mir aufgefallen ist. Da Fichtennadeln eine große Menge ätherischer Öle enthalten – und zwar das ganze Jahr über – können wir diesen heimischen Nadelbaum immer kulinarisch nützen. Selbstverständlich sollte man jede Fichte nur eines kleinen Zweiges berauben, aber Fichten gibt es ja bei uns nun genug. Vom Geschmack her eignet sich die Fichte klarer Weise gut für winterliche Rezepte. Der Waldgeschmack erinnert einfach an Kälte und Weihnachten. Deshalb: Jetzt im Winter Fichtensirup für unterschiedlichste Rezepte produzieren:

Alle Fichtennadeln, wenn möglich mit Stielansatz, der die meisten ätherischen Öle enthält, vom Fichtenzweig abzupfen. Insgesamt benötigt man zwei bis drei Tassen (je 0,2 l). Nun die Fichtennadeln mit dem Wasser übergießen und zugedeckt (wichtig!) für ca. 30 Minuten leicht kochen lassen. Anschließend für ca. 12 Stunden zugedeckt stehen lassen. Danach seiht man das Fichtenwasser durch ein feines Sieb in einen anderen Topf und kocht es mit Zucker, Kardamom und dem Saft der Zitronen für ca. 5 Minuten auf. Zuletzt in sterile Flaschen füllen und kühl und dunkel lagern.

Betrunkene Fichte

Betrunkene Fichte

Schwierigkeitsgrad: Normal – man braucht etwas Geduld

Zutaten Kardamom-Kuchen:

– 2 mittelgroße Äpfel
– 110 g Zucker
– 160 g weiche Butter
– 220 g Dinkel-Kuchenmehl
– 3 Eier (Größe M)
– 100 ml Milc
– ½ Teelöffel Natron
– 1 gehäufter Teelöffel Weinsteinbackpulver
– ½ Teelöffel Zimt
– 1 gestrichener Teelöffel Kardamom
– 1 Prise Salz

Zutaten Dörrzwetschken-Mus:

– 300 g Dörrzwetschken
– 2 Esslöffel Wodka oder Gin
– 4-5 Esslöffel WasserZutaten Fichten-Sauce: (4 Personen)

– 250 ml Fichtensirup
– 4 Esslöffel Gelierzucker 2:1

Da ich in diesem Winter die Fichte für mich als eines meiner Hauptnahrungsmittel entdeckt habe, gibt es ein weiteres, für heuer letztes Fichtenrezept 🌲. Ich liebe dieses Dessert – man kann sich damit übrigens hervorragend bei seinen Gästen beliebt machen 😊!

Zunächst schält und viertel man die Äpfel, befreit sie vom Kerngehäuse und reibt sie grob. Anschließend vermengt man sie mit dem Zimt. Mehl, Backpulver, Natron und Kardamom werden gut vermengt, am besten durch ein mittelfeines Sieb gesiebt. Anschließend rührt man Butter und Zucker mit der Prise Salz mit dem Mixer schaumig und gibt nach und nach die drei Eier dazu. In diese Mischung rührt man, abwechselnd mit der Milch, die Mehlmischung. Zuletzt hebt man die geraspelten Äpfel mit dem Schneebesen unter. Die Teigmasse wird nun bei 180 Grad (Ober-/Unterhitze) in einer großen, flachen Form (ca. 20 x 30 cm) für 15 Minuten gebacken, bis sie an der Oberfläche leicht angebräunt ist. Anschließend lässt man den Kuchen auskühlen.

Für das Dörrzwetschken-Mus erwärmt man die grob gehackten Dörrzwetschken mit Wodka oder Gin und Wasser für einige Minuten bis kurz untern den Siedepunkt und püriert die Masse dann fein mit dem Pürierstab. Anschließend streicht man sie gleichmäßig auf den ausgekühlten Kuchen.

Für die Fichtensauce erwärmt man Fichtensirup (siehe mein letztes Rezept im Jänner 2018) gemeinsam mit Gelierzucker und lässt die Mischung für zwei bis drei Minuten aufkochen. Anschließend sticht man aus dem Kuchen mit kleinen Portionsförmchen (ca. 7 cm) runde Törtchen aus und übergießt sie kurz vor dem Servieren mit lauwarmer Fichtensauce.

Selbst gemachter Sauerteig

Sauerteig selbst machen ist eigentlich ganz einfach. Allerdings trauen sich viele KöchInnen lange nicht drüber, weil sie meinen, es ist kompliziert und langwierig. Auch bei mir war es lange Zeit so, dass ich ewig darüber nachgedacht habe, dass ich das eigentlich endlich einmal Sauerteig machen will. Bis es soweit war, hat es aber seine Zeit gedauert. Mittlerweile gibt es immer Sauerteig im Kühlschrank, weil man ihn ganz leicht länger aufheben kann. Und mindestens einmal pro Woche gibt es köstliches, selbst gebackenes Brot mit eigenem Sauerteig – und das macht kaum Arbeit!

Das Sauerteigrezept ist ganz simpel, ich mache meist Sauerteig aus feinem Bio-Roggenmehl, obwohl man auch aus Dinkel-, Weizen- und diversen Vollkornmehlen Sauerteig bereiten kann. Die Herstellung von Sauerteig bedarf mehrerer Tage. Man benötigt nur zwei Zutaten:

30 dag Roggenmehl
300 ml lauwarmes Wasser

Erster Tag: 10 dag Mehl mit 100 ml lauwarmem Wasser in einer größeren Schüssel verrühren, die Schüssel mit einem Tuch zugedeckt bei Raumtemperatur 24 Stunden stehen lassen. Auf keinen Fall einen Deckel darauf legen, der Teig muss „atmen“ können, daher das Tuch!
Zweiter bis fünfter Tag: Täglich 5 dag Mehl und 50 ml lauwarmes Wasser beifügen, umrühren und wieder mit einem Tuch zugedeckt bei Raumtemperatur 24 Stunden stehen lassen.
Sechster Tag: Der Sauerteig ist fertig und kann verwendet werden. Man entnimmt die entsprechende Menge Sauerteig für ein Brot, füllt den fehlenden Rest wieder mit gleichviel Mehl und lauwarmem Wasser auf (z. B. 100 g Mehl, 100 ml Wasser) und lässt den Teig wieder 24 Stunden lang bei Raumtemperatur mit einem Tuch abgedeckt stehen. Dann ist der Sauerteig wieder fertig. Sauerteig kann ca. drei Wochen im Kühlschrank aufbewahrt. Möchte man ihn länger aufbewahren, kann man ihn auch einfrieren oder trocknen.

Winterliches Brennnesselsamenbrot

Brennnesselsamenbrot

Schwierigkeitsgrad: Normal

Zutaten:

– 350 g Roggenmehl
– 150 g Dinkelmehl
– 200 g Sauerteig
– 3 El getrocknete Brennnesselsamen
– 400 ml kaltes Wasser
– 1 Teel Kräutersalz
– 1 Teel Honig
– 2 El Öl

Ihr vermischt einfach alle Zutaten inklusive zwei Esslöffel der Brennnesselsamen mit 400 ml kaltem Wasser und knetet den Teig für ca. 5 Minuten auf langsamer Stufe mit den Knethaken des Mixers. Danach kommt der Teig in eine große, mit Öl bestrichene Schüssel oder in ein mit Mehl gestaubtes “Brotsimperl”, wo er , mit einem Tuch zugedeckt, für ca. 9 Stunden (am besten über Nacht) rasten muss. Dann stürzt ihr den Brotteig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech, bestreicht den Laib mit etwas Wasser und streut den letzten Esslöffel Brennnesselsamen darauf. Anschließend schiebt ihr das Blech in das auf 220 Grad aufgeheizte Backrohr und backt das Brot bei Ober-/Unterhitze für ca. 55 Minuten. Am besten testet man mit einer dünnen Metallnadel, ob das Brot durchgebacken ist – es darf kein Teig mehr auf der Nadel kleben bleiben. Schon bevor ihr das Brot ins Backrohr schiebt, solltet ihr ein Gefäß mit bereits kochendem Wasser ins Backrohr stellen! Es schadet auch nicht, wenn man das Brot zwischendurch einige Male mit Wasser besprengt.
Brennnesselsamen sind eine wunderbare Mineralstoffquelle für den Winter. Sie können von Mitte August bis ca. Mitte Oktober gesammelt und getrocknet werden. Mittlerweile gibt es auch schon häufig getrocknete Brennnesselsamen in Reformhäusern und guten Kräutershops zu kaufen.