Kalte Gurkensuppe mit Wilde Möhre-Samen

Kalte Gurkensuppe mit Wilde Möhre-Samen

Wilde_Möhre_Suppe

Schwierigkeitsgrad: Simpel

Zutaten (2 Personen):

–  400 ml griechisches Joghurt (10%)
–  1 mittelgroße Salatgurke
–  ein gestrichener Teelöffel Zucker
–  Saft einer halben Zitrone
–  Salz, Pfeffer
– 2 Esslöffel frische Samen von Wilden Möhren
– Wilde Möhren-Blüten zur Dekoration

Zwischendurch ein schnelles, erfrischendes Sommer-Rezept mit den Samen (eigentlich sind es Früchte!) der Wilden Möhre, die jetzt ganz frisch und grün sind. Meist verwendet man von der Wilden Möhre nur die Wurzel. Letzten Endes sind auch die oberirdischen Pflanzenteile sehr aromatisch, insbesondere die frischen oder getrockneten Samen:
Die gewaschene Gurke wird in kleine Würfel geschnitten. Diese werden gemeinsam mit Joghurt, Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft und einem Esslöffel frischer Wilde Möhre-Samen püriert. Die restlichen Samen mörsert man etwas an und röstet sie anschließend langsam und ohne Fett in einer Pfanne. Sie sollten nicht braun oder schwarz werden – dann sind sie bitter!Die gerösteten Samen über die kalte Suppe streuen und mit frischen Wilde Möhre-Blüten servieren! Großartiger Geschmack für heiße Sommertage!

Scones mit Berberitzen-Wildbirnen-Marmelade

Scones Berberitze

Schwierigkeitsgrad: Normal

Zutaten Berberitzen-Wildbirnen-Marmelade:

– 500 g Berberitzenbeeren- 500 g Wildbirnen (oder Birnen, auch Äpfel)- 500 g Rohrzucker- ½ Teelöffel Kardamom- 1 Prise Zimt

Zutaten Scones:

– 300 g helles Dinkelmehl
– 1 Esslöffel Weinsteinbackpulver
– 30 g Rohrzucker
– 1/2 Teelöffel Salz
– 1 Messerspitze Vanillezucker- 70 g kalte Butter- 150 ml Milch

Zu den Scones mit Marmelade gibt es etwas halbfest geschlagenenes Obers, mit einem Löffel Creme Frage vermischt!

Da wir heuer offenbar ein tolles Wildfrüchte-Jahr haben, gibt es sogar von den sonst oft nur spärlich vorhandenen kleinen Berberitzenbeeren jede Menge. Die überaus vitaminreichen, sauren, kleinen Früchte, die im Nahen Osten und dem Iran nahezu täglich auf dem Speiseplan stehen, sollten auch bei uns nicht übersehen werden. Das Pflücken ist zwar Dank der Dornen und der Größe (bzw. Kleinheit) der Beeren Schwerstarbeit, aber sie zahlt sich aus! Ich habe aus meinen ersten heuer gepflückten Berberitzen und ein paar gefundenen Wildbirnen Marmelade gemacht und muss sagen: Die Mühe hat sich gelohnt! Heute gibt es Scones dazu, ein englisches Teegebäck, das ich immer wieder gerne esse und das – im Gegensatz zur Berberitzenmarmelade – umso weniger Arbeit macht.

Für die Marmelade werden die gewaschenen Wildbirnen mit Schale in kleine Stücke geschnitten und gemeinsam mit dem Zucker und den Berberitzen in einem großen Topf vermischt. Diese Mischung lässt man für zwei Stunden ziehen. Anschließend wird sie gekocht, bis das Obst weich ist – das dauert ca. 10 Minuten. Kurz vor Ende der Kochzeit werden die Gewürze beigefügt. Das gekochte Fruchtmus wird nun durch die Flotte Lotte oder ein feines Sieb passiert, da die Berberitzenbeeren kleine, aber hartnäckige Kerne haben, die man mit dem Pürierstab nicht gut pürieren kann. Das kernlose Fruchtmus wird noch einmal kurz aufgekocht und und in sterile Gläser abgefüllt.

Scones, ein traditionelles Teegebäck aus England, werden normalerweise mit Marmelade (häufig Erdbeer) und “Clotted Cream” gegessen. Da wir hierzulande normalerweise keine Clotted Cream zur Verfügung haben, vermische ich gerne Creme Fraiche mit geschlagenem Obers zu einer etwas üppigen, aber köstlichen Mischung, die unsere Scones mit Marmelade herrlich abrundet :).

Für die Scones werden zunächst Mehl und Backpulver versiebt, anschließend Zucker, Vanillezucker, Salz sowie die in Flocken geschnittene Butter mit dem Mehl möglichst rasch fein verkrümelt. Zuletzt gießt man die Milch dazu und knetet schnell einen runden Teig, den man zugedeckt für ca. 30 Minuten im Kühlschrank rasten lässt. Anschließend walkt man den Teig ca. 2 cm dick aus und sticht etwa 4 cm große Kreise aus, die man im auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Backrohr auf mittlerer Schiene für etwa 15 Minuten goldbraun bäckt.

Scones schmecken am besten ganz frisch, vielleicht noch etwas lauwarm. Man schneidet sie in der Mitte durch und füllt sie nach Belieben mit Marmelade und der Obers-Mischung. Guten Appetit 🌿!

Tahin-Kekse mit Mädesüß

Mädesüß-Kekse

Schwierigkeitsgrad: Simpel

Zutaten:

– 130 g feiner Rohrzucker
– 110 g zimmerwarme Butter
– 270 g helles Mehl (Dinkel- oder Weizenmehl)
– 1 Teelöffel Vanillezucker
– 110 g helles Tahin
– 25 ml Schlagobers
– 1 Messerspitze Kardamom
– 1-2 Esslöffel fein gehackte Mädesüßblüten

Mädesüßzucker:

– 100 Rohrzucker
– 1-2 Teelöffel Mädesüß

Die beiden Zutaten im Mörser anmörsern und frisch oder getrocknet verwenden!

Das Echte Mädesüß ist eine nicht zu übersehende, wunderschöne Pflanze, die man vor allem an Bach- und Teichufern, aber auch auf feuchten Wiesen findet. Trotzdem kennen viele von uns das schöne, aromatisch riechende Heilkraut nicht, das schon von unseren keltischen Vorfahren  kulinarisch verwendet wurde. Mit den stark duftenden Blüten lassen sich viele Speisen und Getränke aromatisieren – den Duft liebt man entweder oder man mag ihn gar nicht. Aber besten, man probiert es einmal aus. Zum Beispiel mit diesen Keksen, die einen zarten Mädesüßduft verströmen:

Zunächst werden die zimmerwarme Butter und der Zucker zwei Minuten lang mit dem Mixer gerührt, dann Vanille, Tahin, Schlagobers, Mädesüßblüten und Kardamom beigefügt. Zuletzt mischt man das Mehl dazu und knetet den Teig noch einmal kurz durch. Aus dem festen, aber weichen Teig formt man gut zwei Zentimeter große Kugeln, die man mit ca. 3 cm Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzt. Wenn man möchte, kann man mit einer Gabel sanft ein Rautenmuster aufdrücken (Gabel leicht aufdrücken und dann um 90 Grad versetzt erneut die Gabel aufdrücken). Anschließend werden die Kekse im auf 200 Grad vorgeheizten Backrohr für ca. 15 bis 17 Minuten gebacken. Nach dem Backen lässt man die Plätzchen am besten für einige Minuten auf dem Blech liegen, ehe man sie mit einer Kuchenschaufel abhebt. Die Kekse sind noch weich, wenn sie ganz heiß sind und werden innerhalb weniger Minuten beim Abkühlen fester und stabiler. Eventuell kann das feine Teegebäck vor dem Servieren noch mit Mädesüßzucker bestreut werden.

Das Echte Mädesüß ist eine großartige Heilpflanze – es enthält unter anderem Salizylsäure und kann als natürliches Aspirin verwendet werden. In der Volksheilkunde wird die Pflanze auch bei rheumatischen Beschwerden, Blasen- und Nierenleiden und Hautproblemen eingesetzt. Auch als Räucherpflanze hat das Mädesüß seinen Stellenwert, und unsere Vorfahren streuten wegen seines Duftes den Fußboden damit den aus. Nicht zuletzt lassen sich Stoffe und Wolle mit dem vielseitig einsetzbaren Kraut sehr gut färben.

Brotzeit mit Schafgarbe

Schafgarbenjause

Schafgarbensirup

Zutaten:
– 1 mittlere Salatschüssel frische Schafgarbenblüten (ca. 15 dag)
– 1 ½ l Wasser
– 600 g Rohrzucker
– 6 Bio-Zitronen

Schafgarben-Zitronen-Gelee

Zutaten:
– 40 g Schafgarbenblüten
– 1 Zweig Thymian
– 200 ml Schafgarbensirup
– 300 ml Wasser
– 500 g Gelierzucker 2:1
– 2 Biozitronen
– evtl. noch etwas Wasser zum Auffüllen

Für Schafgarben ist der August noch eine gute Erntezeit. Da die Schafgarbe, abgesehen von ihren vielfältigen positiven Eigenschaften als Heilpflanze, eine spezielle, herbe Geschmacksnuance in Speisen bringt, sollte man die Gelegenheit noch zum Ernten und Einkochen nützen. 

Für den Sirup die Zitronen waschen, die Schale fein abschälen, anschließend die Zitronen auspressen. Danach kocht man das Wasser mit dem Rohrzucker, den Zitronenschalen und dem Zitronensaft auf, fügt die Schafgarbenblüten bei und lässt die Mischung einige Minuten weiter köcheln. Anschließend nimmt man den Saft vom Herd und lässt ihn für 2 bis 3 Tage ziehen. Dann seiht man die Flüssigkeit ab, presst die Schafgarbenblüten und Zitronenschalen durch ein feines Tuch in den Saft und kocht die Flüssigkeit nochmal auf. Zuletzt in saubere Flaschen füllen und kühl und dunkel lagern.

Für das Gelee die Schale einer Zitrone fein abschälen, die Zitrone danach auspressen. Schafgarbensirup und Wasser gemeinsam aufkochen, die Schafgarbenblüten, Zitronensaft und Schale sowie Thymian dazugeben und mindestens 4 Stunden, besser aber über Nacht ziehen lassen. Anschließend die Flüssigkeit abgießen, die Schafgarbenblüten in einem Tuch über dem Saft auspressen und die Flüssigkeit eventuell mit Wasser wieder auf 500 ml auffüllen. Die Schale der zweiten Zitrone fein raspeln und in die Flüssigkeit geben. Zuletzt den Schafgarbensud mit dem Gelierzucker aufkochen, die Mischung 4 bis 5 Minuten kochen lassen und in saubere Gläser füllen.

Palatschinkenröllchen mit Weißem Gänsefuß und Räucherlachs – Ein idealer Snack als Vorspeise oder für Buffets

Palatschinken-Röllchen

Schwierigkeitsgrad: Normal

Zutaten:

– 350 g Weizenmehl
– ca. 5 g Trockengerm
– 2-3 Handvoll Weißen Gänsefuß (ca. 5 dag)
– 1/2 Zwiebel
– ca. 1/3 l warmes Wasser
– 1/2 Teelöffel Salz
– 1/2 Teelöffel Kristallzucker
– 2 Esslöffel Olivenöl
– 1 verquirltes Ei

Wie im obigen Rezept aus Zwiebel, Gänsefuß und Wasser einen Spinat herstellen, das Wasser abgießen und den Spinat pürieren. Den Spinat mit der Hälfte des warmen Wassers aufgießen und verühren. Für den Baguette-Teig Mehl, Germ und Salz vermischen, das Olivenöl über die Mischung gießen und anschließend die Spinat-Wasser-Mischung mit dem Knethaken des Mixers einarbeiten. Vom restlichen warmen Wasser soviel zum Teig zugeben, bis eine weiche Kugel entsteht, die sich vom Rand der Schüssel löst. Danach den Teig an einem warmen Ort gehen lassen, bis er mindestens doppelt so hoch ist wie zu Beginn. Schließlich teilt man den Teig mit etwas bemehlten Händen in drei Teile und rollt diese zu Stangen, die man eventuell noch etwas eindreht. Man dreht dazu ein Teilende des Baguettes immer in dieselbe Richtung, während das andere Ende liegen bleibt – das sieht sehr hübsch aus. Zuletzt das die Baguettes mit einem verquirlten Ei bestreichen, und ab geht’s ins vorgeheizte Backrohr bei 190 C° Umluft – ca. 15 Minuten backen, bis der Teig leicht bräunlich wird. Fertig sind die grünen Baguettes!