Gefüllte Wildbirnen mit Berberitzen und Bucheckern

Gefüllte Wildbirnen mit Berberitzen und Bucheckern

Wildbirnen mit Berberitzen


Heuer ist ein tolles Wildfrüchte-Jahr! Die Äste der Wildobstbäume und -sträucher biegen sich unter der Last der Früchte. Wir können durchaus ein bisschen davon für uns sammeln und trotzdem genug für die Tierwelt übrig lassen.

Ab und zu verarbeiten wir gerne Berberitzen, vor allem, wenn wir etwas mehr Zeit haben. Da sie ja doch recht klein sind, dauert es beim Sammeln zugegebenermaßen ein bisschen, bis man eine brauchbare Menge geschafft hat!

In zahlreichen orientalischen Ländern sind die kleinen, säuerlichen, roten Beeren der Berberitzen fixer Bestandteil des Speiseplans. Hierzulande nützen wir sie nicht so häufig, obwohl wir sie auf vielfältige Art verarbeiten können.

Aus frischen Berberitzen können herrliche pikante Brotaufstriche hergestellt werden, am besten in Kombination mit süßen Früchten wie Birnen oder Äpfeln. Auch getrocknet und mit Gewürzen und Kräutern in Olivenöl eingelegt sind sie eine Delikatesse: Hier zum Beispiel zu Fleisch-, Fisch- oder Gemüsegerichten und Gegrilltem.
Der Vitamin C reiche Saft der Beeren ist aufgrund seines Säuregehalts ein guter Ersatz für Zitronen. Frisch oder getrocknet passen sie gut übers Müsli, zu Reis, Fleisch, Saucen und Vielem mehr. Im Iran und im Nahen Osten ist Berberitzenreis übrigens ein beliebtes Gericht – auch wir beide mögen ihn sehr. Wir finden auch die getrockneten Beeren in Honig eingelegt ganz besonders köstlich. Eurer Phantasie bei der Nutzung und Verarbeitung sind allerdings keine Grenzen gesetzt.

Auch den verwilderten Birnbäumen im Wald haben wir uns heuer gewidmet. Bei uns gibt es sehr viele davon, und tausende Früchte faulen am Boden vor sich hin… Einige konnten wir für unser Dessert retten, und haben bei unserem Waldspaziergang auch gleich ein paar Bucheckern vom Waldboden aufgehoben und mitgenommen…

Hier unser feines Dessert mit Wildbirnen, Berberitzen und Bucheckern. Ihr braucht dafür eher etwas Geduld beim Sammeln, weniger beim Zubereiten:

Zutaten (pro Person):

– 2 reife Wildbirnen
– 1 Esslöffel ausgelöste Bucheckern (ersatzweise Hasel- oder Walnüsse)
– 1 Teelöffel frische, reife Berberitzen
– 8 Stück Amarettini 
– 1 Teelöffel Butter
– 2 Esslöffel Fichten- oder Lärchen-Sirup (ersatzweise ein anderer Wildkräuter-Sirup)

Die reifen Wildbirnen werden halbiert und vorsichtig mit einem kleinen Teelöffel ausgehöhlt.
Die Bucheckern oder Nüsse werden gehackt, die Amarettini grob zerstampft. Anschließend werden Berberitzen, gehackte Bucheckern und Amarettini mit dem Sirup vermischt und in die ausgehöhlten Birnenhälften gefüllt. Auf jede Birnenhälfte setzt man noch eine Butterflocke.

Nun werden die gefüllten Birnen in eine flache, feuerfeste und mit etwas Butter oder Öl ausgestrichene Form gesetzt. Zuletzt kommen noch einige Esslöffel Wasser in die Form.
Die Birnenhälften werden nun für ca. 20 Minuten im auf 200°C vorgeheizten Backrohr (Ober/Unterhitze) gebacken, bis sie bissfest, aber schon etwas weich sind.
Fertig ist das aromatische Dessert aus der Wildnis!

Kleiner Tipp: Man kann statt dem Sirup auch fruchtigen Weißwein wie Gelben Muskateller verwenden und diesen auch statt des Wassers in die Form gießen – das schmeckt natürlich besonders gut!

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