Schlehensaft – Lieblingsgetränk dieses Herbstes

Schlehensaft – Lieblingsgetränk dieses Herbstes

Schlehensaft

Schwierigkeitsgrad: Simpel

Zutaten:

2 kg Schlehen
2 ½l Wasser
200 g Rohrzucker

Schlehen sind die köstlichsten Wildfrüchte, die ich kenne! Ihr Geschmack ist einzigartig: intensiv, fruchtig, säuerlich, gleichzeitig süß, hinterlassen sie ein leicht pelziges Gefühl auf der Zunge … den Rest kann man nicht beschreiben!

Jeder Herbst braucht seinen Lieblingssaft – und somit auch seinen Lieblingsaperitif! Und heuer ist es eben der Schlehensaft, der es mir sehr angetan hat. Ich mache jedes Jahr zumindest einige Fläschchen und bunkere sie für besondere Anlässe! Schlehensaft wird denkbar einfach hergestellt, man muss sich nur einige Tage gedulden, bis man das köstliche Ergebnis genießen kann:

Die gewaschenen Schlehen werden in einem weiten Topf mit dem kochenden Wasser übergossen und zugedeckt für 24 Stunden stehen gelassen. Danach seiht man die Flüssigkeit in einen anderen Topf ab und kocht das gewonnene Schlehenwasser kurz auf, um es dann wieder über die Schlehen zu gießen. Wieder lässt man die Schlehen samt Saft zugedeckt für 24 Stunden stehen und wiederholt diesen Vorgang noch zweimal. Nach vier Tagen seiht man die Flüsigkeit ein letztes Mal ab und kocht sie mit dem Zucker für einige Minuten auf, bis sich der beim Kochen entstehende Schaum verflüchtigt hat. Zuletzt seiht man den Saft in sterile Flaschen und verschließt sie.

Schlehensaft ist ein herrliches Getränk, das auch bei Erkältungen oder nach Krankheiten hilft, unser Immunsystem wieder zu Kräften kommen zu lassen. Abgesehen davon ist er, gemischt mit Sekt, ein großartiger Herbstaperitif, den man sich nicht entgehen lassen sollte!

Oft liest man, man könne Schlehen im November ernten – das war vielleicht einmal so. Ich habe heuer schon im August erste reife, süße Schlehen gepflückt. Aufgrund des trockenen Sommers ist die Schlehenernte mancherorts recht dürftig gewesen. Gottseidank habe ich einige Schlehensträucher gefunden, die blau von herrlichen großen Früchten waren. Man sagt auch, dass Schlehen einen ordentlichen Frost abbekommen sollten, damit sie ihre Bitterkeit und das für sie charakteristische pelzige Gefühl, dass sie am Gaumen hinterlassen, verlieren. Auch das ist heuer nicht nötig, aufgrund der intensiven Sommerhitze haben sie schon am Strauch genug Süße. Wer noch Schlehen sammeln möchte, sollte sich bald aufmachen. In Hecken, lichten Laubwäldern, trockenen Flusssäumen, an Feldrainen und auf Böschungen findet man sie in unseren Breiten häufig bis über 1000 m Höhe.

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